Mit Wurzeln im Kanton Aargau und an der Universität Basel Das SNI wurde 2006 vom Kanton Aargau und der Universität Basel gegründet, um Forschung und Aus- bildung in den Bereichen Nanowissenschaften und Nanotechnologie in der Nordwestschweiz zu för- dern. Für die nächsten Jahre ist eine Fokussierung auf die Bereiche Nanoimaging und Nanofabrikation geplant, um damit zu neuen Erkenntnissen und zu Innovationen in den Life Sciences, der Medizin, den Quanten-, Material- und Umweltwissenschaften bei- zutragen. Nanotechnologien spielen eine zentrale Rolle in Forschung und Industrie im Kanton Aargau. Die zahl- reichen Forschungsprojekte des SNI ermöglichen Unternehmen aus dem Aargau, Solothurn und den beiden Basler Halbkantonen Zugang zu wissen- schaftlichen Erkenntnissen, innovativen Technolo- gien und Dienstleistungen. Das SNI hatte im Jahr 2024 Ausgaben von etwa 8.9 Millionen Schweizer Franken, von denen etwa 5.8 Millionen vom Kanton Aargau und 3.1 Millionen von der Universität Basel getragen wurden. Interdisziplinäres Netzwerk Das SNI vernetzt Forschende führender Wissen- schaftsinstitutionen der Nordwestschweiz, darunter die Universität Basel mit zahlreichen Departemen- ten, die Fachhochschule Nordwestschweiz mit der Hochschule für Life Sciences in Muttenz und der Hochschule für Technik und Umwelt in Windisch, das Paul Scherrer Institut, das Departement Biosys- teme der ETH Zürich in Basel, das Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM) in All- schwil und die beiden Technologietransferzentren ANAXAM und Swiss PIC. Im Bereich des Wissens- und Technologietransfers arbeitet das SNI ebenfalls mit dem Hightech Zentrum Aargau in Brugg sowie mit Basel Area Business & Innovation zusammen. Ausbildung und Nachwuchsförderung Im Bachelor- und Masterstudiengang «Nanowissen- schaften» an der Universität Basel erhalten die Stu- dierenden eine umfassende naturwissenschaftliche Grundausbildung, bevor sie sich auf individuelle Schwerpunkte spezialisieren. Schon früh sammeln sie praktische Erfahrungen in Forschungsgruppen und lernen Industrieprojekte kennen. Insgesamt haben bisher 296 Studierende in Basel einen Bachelorabschluss in Nanowissenschaften er- worben, 229 Studierende haben den Master in Na- nowissenschaften erfolgreich abgeschlossen. Ende 2024 waren 52 Studierende im Bachelorprogramm und 24 junge Nachwuchswissenschaftler:innen im Masterprogramm eingeschrieben. Für zahlreiche junge Nanowissenschaftler:innen folgt auf den Masterabschluss eine Doktorarbeit. Ei- nige ehemalige Nanostudierende absolvieren diese in der 2012 gegründeten SNI-Doktorandenschule. Die meisten der 40 Doktorierenden, die 2024 zur SNI- Doktorandenschule gehörten, haben jedoch ihre vorangegangene Ausbildung an internationalen Uni- versitäten abgeschlossen. Sie arbeiten meist an grundlagenwissenschaftlichen Fragestellungen, die häufig einen interdisziplinären Charakter haben. Sieben Doktorierende haben 2024 ihre Arbeiten er- folgreich abgeschlossen. Sechs neue Projekte wur- den genehmigt und werden 2025 starten. Mehr als 70% der bisherigen 60 Absolvent:innen der SNI-Dok- torandenschule blieben auch nach dem Abschluss der Dissertation in der Schweiz. Unterstützung von Forschungsgruppen Sehr aktiv in der Ausbildung und auf ihren jeweili- gen Forschungsgebieten sind die beiden vom SNI unterstützten Argovia-Professoren Dr. Roderick Lim und Dr. Martino Poggio mit ihren Forschungsgrup- pen an der Universität Basel. Sie tragen mit ihren Arbeiten zu zellulären Transportvorgängen respek- tive Nanomechanik und Nanomagnetismus wesent- lich zur exzellenten Reputation des SNI bei. Darüber hinaus fördert das SNI die Forschung der drei Titu- larprofessoren Dr. Thomas Jung, Dr. Michel Kenzel- mann und Dr. Frithjof Nolting, die einen Lehrauftrag am Departement Physik der Universität Basel haben und mit ihren Forschungsgruppen am PSI tätig sind. Technologietransfer und Industriekooperationen Das SNI unterstützt den Wissens- und Technologie- transfer durch das Nano-Argovia-Programm, in des- sen Rahmen bereits rund 100 Projekte in Zusammen- arbeit mit Unternehmen aus der Nordwestschweiz realisiert wurden. 2024 erhielten zehn dieser ange- wandten Forschungsprojekte eine finanzielle Unter- stützung. Dabei kamen bei sechs der Projekte die Partnerfirmen aus dem Kanton Aargau, bei vier Pro- jekten waren Unternehmen aus einem der beiden Basler Halbkantone beteiligt. Die Zusammenarbeit mit der Industrie wird auch durch die beiden Tech- nologietransferzentren ANAXAM und Swiss PIC ge- fördert, die ebenfalls Partner im SNI-Netzwerk sind. Hochqualifizierter Service durch das Nano Technology Center Das Nano Technology Center des SNI bietet mit den beiden Gruppen des Nano Imaging Labs und des Nano Fabrication Labs spezialisierte Dienstleistungen für Forschung und Industrie an. Im Nano Ima ging Lab hat sich das sechsköpfige Team auf die Abbildung und Analyse von Oberflächen spezialisiert. Die vier Mitarbeitenden des Nano Fabrication Labs stellen einen umfassenden Gerätepark sowie Reinräume bereit und bieten damit Forschenden innerhalb und Das SNI vereint Forschende der führenden Wissenschafts institutionen der Nordwest schweiz. Der Kanton Aargau und die Universität Basel sind die Träger des SNI. Die Ausbildung und Förderung von Nachwuchs forschenden gehört zu den zentralen Aufga ben des SNI. 10 SNIJahresbericht 2024
Jahresbericht 2024 - Swiss Nanoscience Institute Page 9 Page 11