Kagome Netzwerk aus einzelnem Molekülbaustein: Selbstorganisation von Porphyrin Derivat führt zu komplexer Struktur Forschende aus dem SNI-Netzwerk haben gezeigt, dass aus Ko- pien eines einzelnen Molekülbausteins spontan eine komplexe supramolekulare Struktur auf Oberflächen entstehen kann. In dem Wissenschaftsjournal «Communications Chemistry» be- schreiben die Forschenden, dass sich das untersuchte Porphy- rin-Derivat einzeln, in kurzen Ketten oder als komplexes Ka- gome-Netzwerk auf einer Silber-Oberfläche anordnet. In jeder dieser drei Rollen nimmt das Molekül eine andere Gestalt an. Die Ergebnisse sind ein Beispiel, wie und unter welchen Vor- aussetzungen selbstorganisierte Molekülstrukturen an Grenz- flächen komplexe Strukturen aus wenigen Komponenten bilden können. Auch in der Uratmosphäre könnten noch vor der Ent- stehung des Lebens derartig flexible Strukturen zur Entstehung und Entwicklung der Chemie der Lebensprozesse beigetragen haben. SNI Post: https://bit.ly/4rkp5FS Originalpublikation: https://doi.org/10.1038/s42004 025 01607 x llustration der drei verschiedenen Formen der Porphyrin-Derivate. Bei der Selbstorganisation auf einer Silberober- fläche liegt das untersuchte Porphyrin-Derivat in drei verschiedenen Formen vor (dargestellt durch die drei Moleküle unten links). Wenn sich das komplexe Kagome-Netzwerk bildet, sind die in der Abbildung orange und gelb eingefärbten Konformationen involviert. Je nachdem wie sie aneinander binden, unterscheiden sich die Was- serstoffbrückenbindungen (wie in der Vergrösse- rung zwischen zwei silberfarbenen Wasserstoff- Atomen sichtbar). Bei den isoliert vorliegenden Molekülen (pink) sind die Seitengruppen der Mo- leküle anders konfiguriert. (Bild: Departement Physik, Universität Basel und E. Sahagún, Scixel) 30 SNIJahresbericht 2025

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