Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme des Querschnitts einer Membran, die als Wasserfilter fungiert. (Bild. S. Erpel, NI Lab, SNI, Universität Basel) nationale und internationale Sichtbarkeit des NI Labs weiter zu erhöhen. Ein zentrales Anliegen ist ihm dabei die Beteiligung an anspruchsvollen Forschungsvorhaben sowie die kontinuierliche Weiterbildung von Mitarbeitenden und Studierenden. Ein Bei- spiel für diese Bemühungen zeigt sich im neu konzipierten Block- kurs «Structural Biology and Biophysics» im Jahr 2025. Über sech- zig Biologie-Studierende erhielten hier nicht nur theoretische Einblicke in die Rasterelektronenmikroskopie, sondern konnten selbst Zellkerne und Kernporenkomplexe abbilden – ein prakti- scher Bezug, der das übergeordnete Thema des Kurses sichtbar machte. Beteiligung an Forschungsprojekten Die Mitarbeitenden des NI Labs nutzten das Jahr 2025 intensiv, um sich auf verschiedenen Konferenzen über die neuesten Ent- wicklungen in der Elektronen- und Rastersondenmikroskopie zu informieren. Durch aktive Beiträge in Form von Postern und Vorträgen gelang es ihnen, neue Kontakte zu knüpfen, die bereits zu vielversprechenden Forschungskooperationen führten. So nutzte das Team beispielsweise die Teilnahme an der Mi- croscopy Conference 2025 Dreiländertagung in Karlsruhe, um die Gruppe von Prof. Dr. Andrea Schäfer vom Institute for Ad- vanced Membrane Technology am KIT in Karlsruhe zu besuchen, mit der eine interessante Zusammenarbeit besteht. In dem Pro- jekt untersucht die NI Lab Mitarbeiterin Susanne Erpel Membra- nen von Nanowasserfiltern. Dabei sind es Analysen mittels Ener- giedispersiver Röntgenspektroskopie (EDX) und Schnitte durch die Membranen, die den Forschenden dabei helfen, leistungsfä- hige Wasserfilter für ganz unterschiedliche Anwendungen zu entwickeln. Eine weitere fruchtbare Kooperation entstand mit der Tech- nical University of Denmark (DTU) in Kopenhagen, nachdem Marcus Wyss bei einem Nanotechnologie-Seminar in Kopenha- gen die Vielfältigkeit der Projekte des NI Labs vorgestellt hatte. Bei dem Projekt in Zusammenarbeit mit Dr. Dennis Valbjørn Christensen und Dr. Mohamad Koshkalam (beide vom Depart- ment of Energy Conversion and Storage an der DTU) geht es darum, Batterien aus einer neuen Perspektive zu betrachten und Degenerationsmechanismen besser zu verstehen. Das NI Lab «Die hervorragende Zusammenarbeit mit dem Nano Imaging Lab und dem Startup Qnami war entschei dend für die Aufklärung von Degradationsmechanismen in Energiespeichern der nächsten Generation, indem funktionelle, strukturelle und chemische Bildgebung im Nanobereich miteinander in Zusammenhang gebracht wurden.» Dr. Dennis Valbjørn Christensen, DTU, Kopenhagen «Wir freuen uns über die engagierte Zusammenarbeit und hervorragende Wissen schaft, die das Nano Imaging Lab ermöglicht.» Prof. Dr. Andrea Schäfer, KIT, Karlsruhe 54 SNI-Jahresbericht 2025
Jahresbericht 2025: Swiss Nanoscience Institute Page 53 Page 55