Gemeinsame Initiative Im Jahr 2006 gründeten der Kanton Aargau und die Universität Basel das Swiss Nanoscience Institute (SNI), mit dem Ziel Forschung, Wissens- und Tech- nologietransfer sowie Ausbildung in den Nanowis- senschaften in der Nordwestschweiz zu stärken. In den letzten 20 Jahren hat sich das SNI nun als international anerkanntes Nanozentrum etabliert und wird auch in Zukunft dazu beitragen, in den Lebens-, Quanten-, Material- und Umweltwissen- schaften wertvolle Beiträge zu leisten. Dabei sind es sowohl grundlagenwissenschaftliche Projekte wie auch Kooperationen mit Firmen aus den Kantonen Aargau, Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Solothurn welche die Forschenden im SNI-Netzwerk bearbei- ten. Einen Schwerpunkt legen sie dabei auf Themen rund um Nanoimaging und Nanofabrikation. Das SNI hatte im Jahr 2025 Ausgaben von etwa 8.4 Millionen Schweizer Franken, von denen rund 5.5 Millionen vom Kanton Aargau und 2.9 Millionen von der Universität Basel getragen wurden. Vielfältiges, lebendiges Netzwerk Eine Besonderheit des SNI ist sein dynamisches, in- terdisziplinäres Netzwerk, das Forschende der füh- renden Wissenschaftsinstitutionen in der Nordwest- schweiz verbindet. Innerhalb dieses Netzwerks arbei- ten Forschende über die Grenzen von Institutionen und Disziplinen hinweg an verschiedenen angewand- ten und grundlagenwissenschaftlichen Projekten. Als Partnerinstitutionen gehören zum SNI: Die Universität Basel mit zahlreichen Departemen- ten, die Fachhochschule Nordwestschweiz mit der Hochschule für Life Sciences in Muttenz und der Hochschule für Technik und Umwelt in Windisch, das Paul Scherrer Institut PSI, das Departement Bio- systeme der ETH Zürich in Basel, das Centre Suisse d’Electronique et de Microtechnique (CSEM) in All- schwil und die beiden Technologietransferzentren ANAXAM und Swiss PIC. Im Bereich des Wissens- und Technologietransfers arbeitet das SNI ebenfalls mit dem Hightech Zentrum Aargau in Brugg sowie mit Basel Area Business & Innovation zusammen. Exzellente interdisziplinäre Ausbildung Eine wesentliche Aufgabe des SNI ist die Ausbildung exzellenter Nachwuchsforschender. Ein Kernstück dabei ist der Bachelor- und Masterstudiengang «Na- nowissenschaften» an der Universität Basel. Studie- rende erhalten hier zunächst eine umfassende na- turwissenschaftliche Grundausbildung, bevor sie sich dann auf ihre Interessensschwerpunkte in den Bereichen Nanobiologie, Nanochemie, Nanophysik oder Medizinische Nanowissenschaften fokussieren. Insgesamt haben bisher mehr als 300 Studie- rende in Basel einen Bachelorabschluss in Nanowis- senschaften erworben, 240 Studierende haben den Master in Nanowissenschaften erfolgreich abge- schlossen. Ende 2025 waren 56 Studierende im Ba- chelorprogramm und 22 im Masterprogramm einge- schrieben. Das Ausbildungsangebot wird durch die SNI-Dok- torandenschule vervollständigt. Doktorierende von nationalen und internationalen Universitäten be- schäftigen sich über einen Zeitraum von etwa vier Jahren intensiv mit nanowissenschaftlichen The- men, die häufig einen interdisziplinären Charakter haben. Im Jahr 2025 gehörten 41 Doktorierende zur SNI-Doktorandenschule. Neun von ihnen schlossen 2025 ihre Arbeiten erfolgreich ab. Sechs neue Dok- torierende begannen ihre Promotion im Jahr 2025, sechs weitere Projekte wurden genehmigt und be- ginnen 2026. Etwa 70% der bisherigen 69 Absolvent:innen der SNI-Doktorandenschule arbeiteten Ende 2025 in ei- nem Industrieunternehmen, während rund 30% an einer Forschungseinrichtung, einer Behörde oder Schule tätig waren. Forschungsunterstützung Neben Promotionsprojekten unterstützt das SNI die Forschung einiger Professoren. So erhalten die bei- den Argovia-Professoren Dr. Roderick Lim (zelluläre Transportprozesse) und Dr. Martino Poggio (Nano- mechanik & Nanomagnetismus) Unterstützung durch das SNI. Mit ihrem Engagement in Lehre und Forschung tragen sie wesentlich zur internationalen Sichtbarkeit des SNI bei. Zusätzlich unterstützt das SNI die drei Titular- professoren Dr. Thomas Jung, Dr. Michel Kenzel- mann und Dr. Frithjof Nolting. Sie haben Lehrauf- träge am Departement Physik der Universität Basel und forschen mit ihren Gruppen am Paul Scherrer Institut PSI. Zusammenarbeit mit der Industrie Wissens- und Technologietransfer sind weitere Eck- pfeiler der SNI-Aktivitäten. In dem seit Gründung des SNI bestehenden Nano-Argovia-Programm arbei- ten mindestens zwei akademische Partner aus dem SNI-Netzwerk mit einem Industrieunternehmen aus der Nordwestschweiz zusammen an angewandten Fragestellungen. Bisher konnte das SNI mit weit über einhundert Nano-Argovia-Projekten diesen Transfer von Wissen und Technologie unterstützen. 2025 erhielten zehn dieser angewandten For- schungsprojekte eine finanzielle Unterstützung. Da- bei kamen bei sechs der Projekte die Partnerfirmen aus dem Kanton Aargau, jeweils zwei aus einem der Basler Halbkantone und Solothurn. Die Zusammen- arbeit mit der Industrie wird ebenfalls durch die bei- den Technologietransferzentren ANAXAM und Swiss PIC gefördert, die Partner im SNI-Netzwerk sind. Forschende der führenden Wissenschafts institutionen der Nordwestschweiz gehören zum SNI Netzwerk. Der Kanton Aargau und die Universität Basel haben das SNI gegründet. Eine Kernaufgabe des SNI ist die Ausbildung von Nachwuchs forschenden. 8 SNIJahresbericht 2025

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