Elektronenbeugung zur Strukturanalyse von Proteinen Im Nano-Argovia-Projekt ProtEDinNanoxtals haben Forschende das Ziel verfolgt, für Analysen mithilfe der Elektronenbeugung einen vollständigen Arbeitsablauf aufzubauen und die Elektro- nenbeugung gezielt einzusetzen, um die Rolle von Wasserstoff- atomen in Protein-Ligand-Wechselwirkungen zu untersuchen – sowohl bei löslichen Proteinen als auch bei Membranprotei- nen. Das Team um Dr. Valérie Panneels (PSI) hat dazu Messungen sowohl mit einem herkömmlichen Elektronenmikroskop wie auch mit einem speziell für die Elektronenbeugung entwickel- ten Elektronendiffraktometer durchgeführt. In den Untersu- chungen gelang es den Forschenden erstmals Proteinstrukturen aus Nanokristallen mit einer Auflösung von bis zu 2.1 Å zu be- stimmen. Das Team etablierte zudem ein auf fokussiertem Io- nenstrahl (FIB) basierendes Verfahren, um dickere Kristalle zu analysierbaren dünnen Lamellen zu schneiden – was zu ver- wertbaren Strukturdaten auch aus dickeren Kristallen führte. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass sich die Elektronen- beugung auch für die Strukturbestimmung von Proteinen zu- verlässig einsetzen lässt und sich dadurch zahlreiche zukünf- tige Anwendungen eröffnen. Kooperation von: Paul Scherrer Institut PSI // Biozentrum, Universität Basel // leadXpro AG (Villigen) // ELDICO Scientific AG (Allschwil) Publikation: https://doi.org/10.1016/j.bpj.2025.10.027 Projektbeschreibung: https://bit.ly/3WlKotw Die Forschenden im Nano-Argovia-Projekt ProtE- DinNanoxtals haben einen vollständigen Arbeits- ablauf etabliert, um mithilfe der Elektronenbeu- gung die Rolle von Wasserstoff bei Protein- Ligand-Wechselwirkungen gezielt zu untersuchen. 48 SNIJahresbericht 2025
Jahresbericht 2025: Swiss Nanoscience Institute Page 47 Page 49