Innovative Röntgenlinse Im Nano-Argovia-Projekt ACHROMATIX haben Forschende erst- mals eine achromatische Röntgenlinse aus einem einzigen Bau- teil entwickelt, die Röntgenstrahlen über einen breiten Ener- giebereich scharf fokussieren kann. Dazu hat das interdiszipli- näre Team zwei bisher getrennte Linsentypen direkt auf einem gemeinsamen Träger integriert, sodass eine aufwendige Aus- richtung entfällt. Die neue Linse erreicht eine sehr hohe Auflösung von etwa 200 Nanometern und funktioniert für einen weiten Energiebe- reich. Sie hat sich bereits in verschiedenen Röntgenmikrosko- pie- und Spektroskopie-Verfahren bewährt und besitzt grosses Potenzial für den breiten Einsatz in der Röntgenbildgebung. Die Forschenden haben ihre Ergebnisse in den Wissenschafts- magazinen «Optics Express» und «Photonics Research» veröf- fentlicht. Originalpublikationen: https://opg.optica.org/oe/fulltext. cfm?uri=oe 33 12 26578 https://www.researching.cn/Articles/OJb3d672085c7e2a4e Winzige Magnetsensoren Innerhalb des Nano-Argovia-Projekts NanoHighSens haben For- schende der Hochschule für Life Sciences FHNW Magnetsenso- ren im Nanometerbereich entwickelt. Diese Sensoren können Magnetfelder schnell, genau und mit sehr wenig Energie mes- sen und sind dank ihrer einfachen Elektronik für eine spätere Massenproduktion geeignet. Die in dem Wissenschaftsjournal «IEEE Sensors Journal» veröffentlichten Experimente zeigen, dass die Sensoren zu den kleinsten ihrer Art gehören und künf- tig in Industrie und Biowissenschaften eingesetzt werden könn- ten – beispielsweise zum Nachweis magnetischer Partikel. Originalpublikation: https://doi.org/10.1109/jsen.2025.3537700 Im Nano-Argovia-Projekt NanoHighSens haben Forschende Magnetsenso- ren im Nanometerbereich entwickelt. (Bild: J. Pascal und H. Nicolas, FHNW) Strukturaufklärung von Membranproteinen mithilfe der Elektronenbeugung Ein interdisziplinäres Team aus dem SNI-Netzwerk hat im Rah- men des Nano-Argovia-Programms entscheidende Fortschritte in der Anwendung der Elektronenbeugung an 3D-Mikrokristal- len (3D ED/MicroED) erzielt. Die Ergebnisse wurden im «Biophy- sical Journal» veröffentlicht und zeigen insbesondere das Po- tenzial der Methode für die Strukturaufklärung von Membran- proteinen – einer Klasse von Proteinen, die für die Entwicklung von Medikamenten von zentraler Bedeutung sind, sich aber oft schwer analysieren lassen. Originalpublikation: https://doi.org/10.1016/j.bpj.2025.10.027 Die Elektronenbeugung birgt grosses Potenzial bei der Strukturaufklärung von Membranproteinen. (Bild: V. Panneels, Paul Scherrer Institut PSI) Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme der monolithischen achromati- schen Röntgenlinse. (Bild: J. Vila-Comamala, Paul Scherrer Institut PSI) 35 SNIJahresbericht 2025
Jahresbericht 2025: Swiss Nanoscience Institute Page 34 Page 36