Studying Nanosciences at the University of Basel
This document provides information on the nanoscience study programs offered at the University of Basel.
Studium in Nanowissenschaften an der Universität Basel
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1 Das Nanostudium – etwas für dich? Interessiert dich, wie in Zukunft Medikamente ganz gezielt eingesetzt werden oder welche Ursachen Krankheiten wie Parkinson oder Alzheimer haben? Möchtest du an der Entwicklung eines Nanoroboters beteiligt sein? Hast du Lust Sensoren zu entwickeln, die einem Smartphone ganz neue Eigenschaften verleihen können? Interessiert dich, wie strukturierte Oberflächen das Wachstum von Bakterien verhindern können? Hast du Lust an der Entwicklung eines Quanten- computers mitzuarbeiten?

2 Timon Baltisberger studierte Nanowissenschaften an der Universität Basel und schätzte die breite Ausbildung in Chemie, Biologie und Physik.

3 Wenn dich Themen wie diese interessieren und du ein breites Interesse an den Naturwissenschaften hast, bist du bei uns genau richtig! Gerne erzählen wir dir ein bisschen mehr vom Nanowissenschaftsstudium an der Universität Basel.

4 Das Nanostudium in Basel – Einzigartig in der Schweiz Als einzige Schweizer Hochschule bietet die Universität Basel sowohl einen Bachelor- wie auch einen Master-Studiengang in Nanowissenschaften an. Bereits seit 2002 bekommen junge Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissen- schaftler in Basel eine exzellente interdisziplinäre Ausbildung, die ihnen eine solide Basis in den Naturwissenschaften verschafft und genug Freiraum lässt, um je nach Interessensgebiet spezifische Schwerpunkte zu setzen. «Ich habe Nanowissenschaften studiert, weil mich nicht nur physikalische Fragestellungen interessie- ren, sondern auch biologische und chemische.» Andreas Ruh, ehemaliger Student der Nanowissenschaften an der Universität Basel «Nanowissenschaften sind wirklich interdis- ziplinär. An einem Tag kann ich mich mit Physikerinnen über Quantenphysik unter- halten, am nächsten Tag mit Biologen über Biophysik oder Genetik. Timon Baltisberger, ehemaliger Student der Nanowissenschaften an der Universität Basel «Nanowissenschaften haben mich deswegen so gereizt, weil ich mich nicht zwischen Physik, Chemie und Biologie entscheiden musste.» Alexa Dani, ehemalige Studentin der Nanowissenschaften an der Universität Basel

5 Im Studiengang Nanowissenschaften lernen Studierende die Grundlagen in allen Naturwissenschaften.

6 Warum Nanowissenschaften? Das Nanostudium ist das Richtige für dich, wenn dich alle Naturwissenschaften in- teressieren, du Zusammenhänge zwischen den Disziplinen begreifen möchtest und dich modernste zukunftsweisende Forschung interessiert. Um Effekte im Nanometerbereich zu verstehen und neue Technologien zu entwi- ckeln, ist ein grundlegendes Verständnis aller Naturwissenschaften notwendig. Die Pflichtvorlesungen des Studiums sind so gewählt, dass du eine solide Grundausbil- dung in allen relevanten Naturwissenschaften bekommst. Erst wenn du diesen Ein- blick in Biologie, Chemie und Physik gewonnen hast, wirst du dich mehr und mehr spezialisieren und den Themen zuwenden, die dich persönlich interessieren. Schon sehr früh in der Ausbildung lernst du bei Firmenbesuchen industrielle Anwendun- gen der Nanotechnologie kennen. Praxisnah und einzigartig sind in diesem Studium auch die Praktika, Blockkurse genannt, die bereits im Bachelorstudium angeboten werden. Die Struktur und Funktion von ABC-Transporter-Membran-Proteinen werden durch Elektro- nenmikroskopie ermittelt. Hierfür wird aus Fotos der eingefrorenen Proteine (Bildhintergrund) die 3D-Struktur des Proteins errechnet (vorne rechts). Für solche Analysen ist es wichtig, die Biologie und Chemie der Moleküle zu verstehen und gleichzeitig die physikalischen Untersu- chungsmethoden bestens zu kennen.
7 Quantensensoren, die auf Diamanten mit Stickstoff-Vakanzzentren an der Spitze eines winzi- gen Federbalkens basieren, werden eingesetzt, um magnetische und elektrische Felder ganz neuer Materialien zu untersuchen. Mit Hightech-Mikroskopen lassen sich sogar Wasserstoffbrückenbindungen in chemischen Ver- bindungen nachweisen. Chemiker und Physiker arbeiten dabei Hand in Hand, um geeignete Substanzen auszuwählen und die richtigen Analysemethoden und -bedingungen einzusetzen.
8 Die Studierenden des Nanostudiums arbeiten eng zusammen und unterstützen sich gegenseitig.

9 Ganz besonders am Nanostudium ist die familiäre Atmosphäre an der Universität Ba- sel. Es gibt eine überschaubare Zahl von Studentinnen und Studenten, die alle sehr gut zusammenhalten, sich unterstützen und bei der harten Arbeit den Spass nicht vergessen. Als Studentin oder Student der Nanowissenschaften werdet ihr automatisch Mitglied im «Verein der Studierenden der Nanowissenschaften der Universität Basel». Der Na- noverein unterstützt euch beim Einstieg ins Studium und pflegt den Zusammenhalt unter den Studierenden. https://fg-nanoverein.unibas.ch/de/start/ Ihr werdet während des Studiums von Professorinnen, Professoren und Assistie- renden hervorragend betreut, habt einen guten Zugang zu ihnen und könnt euch bereits im Studium ein Netzwerk aufbauen. «Das Besondere am Nanostudium ist der enge Kontakt zu anderen Studierenden sowie zu den Lehrpersonen.» Charlotte Kress, ehemalige Studentin der Nanowissenschaften an der Universität Basel In Pausen und in der Freizeit nutzen die Studierenden die schöne Umgebung in Basel.

10 Das Studium Wenn du dich für das Nanostudium entscheidest, kannst du nach drei Jahren mit dem «Bachelor of Science in Nanosciences» abschliessen. Weitere drei Semester benö- tigst du für den Abschluss des «Master of Science in Nanoscience». Da das Studium und die Berechnung der Leistungen nach ECTS-Normen (European Credit Transfer and Accumulation System) erfolgt, ist es möglich zwischendurch an einer anderen europäischen Universität zu studieren oder das Studium im europäi- schen Ausland ohne Verzögerung fortzusetzen. Wenn du von einer anderen Universi- tät kommst, kannst du bei uns dein Studium fortsetzen. Um derartige Auslandserfahrung zu unterstützen, unterhält die Universität Basel mit EU-Partneruniversitäten in Deutschland, Irland, Dänemark, Schweden, Finnland, Spanien und den Niederlanden Mobilitätsabkommen für das Studium der Nanowis- senschaften. Der erfolgreiche Abschluss des Masterstudiums ist ein guter Grund zum Feiern. «Das Swiss Nanoscience Institute unterstützt die Studierenden und hilft ihnen, Projektarbeiten im Ausland zu finden.» Daniel Stähli, ehemaliger Student der Nanowissenschaften an der Universität Basel, hat seine Masterarbeit an der Stanford University (Kalifornien, USA) geschrieben

11 In den vergangenen Jahren haben interne Argovia Travel Grants des Swiss Nanoscience Institute Studierenden der Nanowissenschaften ermöglicht auch Projekt- und Masterarbeiten an Uni- versitäten und Forschungseinrichtun- gen in den USA (z.B. Caltec, Columbia University, Harvard University, MIT, Princeton University, Stanford Univer- sity, UC Berkeley), Kanada, Japan oder Australien zu absolvieren. Auch innerhalb der Universität Basel ist ein Wechsel möglich. Mit einem Bache- lorabschluss in Nanosciences kannst du ein Masterstudium in Molekularbio- logie, Physik, Chemie oder Biomedical Engineering anschliessen. Charlotte Kress hat eine ihrer Projektarbei- ten an der Osaka Prefecture University in Japan absolviert. Nadia Antoniadis hat während ihres Nano- studiums ihre Vorliebe für Physik entdeckt und für das Masterstudium in die Physik gewechselt.
12 Bachelor Das Bachelorstudium dauert in der Regel drei Jahre und ist in ein Grund- und ein Aufbaustudium unterteilt. Das einjährige Grundstudium ist klar strukturiert und vermittelt zunächst Grund- lagen in den naturwissenschaftlichen Kernfächern Biologie, Chemie, Physik sowie Mathematik und wichtige Informatikkenntnisse. Zudem stellen gleich am Anfang Professorinnen und Professoren der nanowissenschaftlich aktiven Forschungsgrup- pen der Universität Basel ihre Themengebiete vor. Im zweiten Semester besucht ihr Firmen in der Region, um Anwendungsbereiche der Nanotechnologie kennen zu lernen. Im anschliessenden zweijährigen Aufbaustudium vertiefst du dein Wissen in den naturwissenschaftlichen Fächern Molekularbiologie, Chemie und Physik durch Pflichtvorlesungen und einem breit gefächerten Wahlbereich. Vorlesungen in der Pharmazie bieten eine gute Vorbereitung für die neue Vertiefungsrichtung Medizini- sche Nanowissenschaften. 8% Biologie 7% Nanowissen- schaften 31% Mathematik/ Informatik 27% Physik 27% Chemie 13% Biologie 25% Wahl- veranstaltungen 5% Ma- thematik 22% Physik 12% Chemie 23% Nano- wissenschaften Grundstudium Aufbaustudium
13 Bild von Vorlesung Die Professoren an der Universität Basel legen viel Wert auf die exzellente Ausbildung der Studierenden.
14 «Das Nanostudium gibt viele Einsichten in die aktuelle Forschung.» Philippe van der Stappen, ehemaliger Student der Nanowissenschaften an der Universität Basel Biologie Bau und Vielfalt der Pflan- zen und Tiere Mikroorganismen Zellbiologie Chemie Einführung in die Chemie Praktikum (Allgemeine Chemie) Grundlagen organische Chemie Physik Physik I: Mechanik und Thermodynamik Übung Physik II Praktikum für Anfänger Mathematik/ Informatik Mathematische Methoden I Mathematische Methoden II Nanowissen- schaften Nano I: Forschungsgruppen in Basel Nano II: Firmenexkursionen Wahl- veranstaltungen Angewandte Ethik Informationskompetenz 1. Semester 2. Semester

15 3. Semester 4. Semester 5. Semester 6. Semester «Am Besten gefällt mir die Abwechslung im Studium. Es wird nie langweilig.» Timon Flathmann, ehemaliger Student der Nanowissenschaften an der Universität Basel *Wahlpflicht Makromoleküle/Gen- expression Physics of Life I Biochemie/Metabo- lis- mus* Strukturbiologie I Physics of Life II* Bioenergetik* Neurobiologie* Molek. Mikrobiologie* Entwicklungsbiologie* Immunologie* Analytische Chemie I* Organische Chemie I* Physik. Chemie III: Mo- lekulare Quantenme- chanik/ Spektroskopie Praktikum (Organik) Physik. Chemie II: Kondensierte Materie/ Quantentheorie* Anorganische Chemie* Organische Chemie II* Physik III: Quanten- und Atomphysik Physik IV Praktikum für Fortge- schrittene Kondensierte Materie und Übung Statistische Physik Mathematische Metho- den III: Funktionen- theorie und Vektor- analyse Blockkurse Nano-Seminar Blockkurse Nano-Seminar Praktikum Physikalische Chemie Differentialgleichungen Nanophysik Bildverarbeitung Seminar Nanobiologie und Nanobiophysik Nanoscience Medienkompetenz

16 Im dritten Studienjahr ergänzt du das theoretische Wissen durch praktisches Arbei- ten in Praktika (Blockkurse). Bei diesen ein- bis dreiwöchigen Kursen arbeitest du in kleinen Gruppen an hoch- aktuellen Forschungsthemen in verschiedenen Forschungsgruppen mit. Aus einem grossen, interdisziplinären Angebot von verschiedenen Forschungsgruppen des Biozentrums, der Departemente Chemie und Physik der Universität Basel, dem De- partement Biosysteme der ETH Zürich in Basel und in Forschungsinstitutionen wie der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW), dem Paul Scherrer Institut (PSI), den Swiss Federal Laboratories for Materials Science and Technology (EMPA) in Düben- dorf und dem Adolphe Merkle Institut in Fribourg wählst du dein individuelles Programm bestehend aus acht verschiedenen Kursen. Die Nanostudierenden organisieren selbst eine kleine Konferenz, an der sie die Ergebnisse der Blockkurse präsentieren. Viele Studierende der Nanowissenschaften belegen einen Blockkurs im Nano Imaging Lab des SNI und lernen dort die modernsten Mikroskope zur Erforschung der Nanowelt zu bedienen.

17 Bei Arbeiten im Reinraum müssen alle Schutzkleidung tragen – nicht um sich selbst zu schüt- zen, sondern um zu verhindern, dass Schmutzpartikel die herzustellenden Materialien verun- reinigen. Du lernst verschiedene Methoden und deren Anwendung in den diversen For- schungsgebieten kennen und legst den Grundstein für eine spätere Vertiefung im Masterstudium. Neben den Einblicken in die aktuelle Forschung bekommst du durch die intensive, persönliche Betreuung wichtige Fähigkeiten vermittelt, wie zum Bei- spiel das Verfassen wissenschaftlicher Publikationen. Zudem baust du dir schon jetzt ein Netzwerk auf. Das Angebot an Blockkursen variiert von Jahr zu Jahr, je nachdem welche For- schungsgruppen sich beteiligen und welchen Forschungsfragen sie nachgehen. Die Konferenz über die Blockkurse ist ein Highlight für alle Teilnehmer:innen.
18 Es gibt Kurse, die sich mit Methoden in der Nanobiologie beschäf- tigen. Mit neuen Nano- tools lässt sich bei- spielsweise die Dege- neration von Nerven- zellen studieren oder winzige Maschinen in den Zellmembranen beobachten. «Die Inhalte des Nanostudium sind sehr gut ausgewählt und passen zu der Forschung in Basel.» Dr. Heidi Potts, ehemalige Studentin der Nanowissenschaften an der Universität Basel und jetzt Application Scientist bei Zurich Instruments Einige Kurse vermitteln Kenntnisse rund um Mikroskopie. Dabei lernst du modernste Elektronenmikroskope und Rastersondenmi- kroskope kennen und lernst wie diese für die unterschiedlichsten Proben eingesetzt wer- den. Du kannst damit natürliche Nanomaschi- nen beobachten oder einzelne Atome und Moleküle sehen und manipulieren. Diese rasterelektronenmikroskopische Aufnahme ist während eines Blockkurses im Nano Imaging Lab entstanden und hat den Nano Image Award des SNI gewonnen. Die Poren in der Kernmembran lassen manche Moleküle passie- ren, andere nicht. Wie das genau passiert, wird von Forschungs- gruppen untersucht.

19 Zahlreiche Gruppen bieten Blockkur- se an, die sich um nanophysikalische Fragestellungen drehen. Quantenphä- nomene und Untersuchungen, die zur Entwicklung eines Quantencomputers oder hochempfindlicher Quantensenso- ren führen können, stehen bei einigen Gruppen im Vordergrund. In der mo- lekularen Elektronik wird getestet wie einzelne Moleküle als elektrische Leiter und Schalter verwendet werden können. Neue Materialien wie Graphen, die Strom verlustfrei leiten können, versprechen neue Ansätze und auch die Untersuchung der Physik und Chemie einzelner Atome und Moleküle stehen im Fokus. In Arbeitsgruppen, die sich mit chemi- schen Fragestellungen beschäftigen, drehen sich Projekte oft um die Synthese verschiedener Verbindungsklassen und neuer funktioneller Nanomoleküle. Diese werden beispielsweise in der Nanoelekt- ronik als Baustein für sich selbst organi- sierende Makromoleküle verwendet. Manche Polymere werden eingesetzt, um winzige Nanocontainer herzustellen, die als künstliche Organellen, für den sicheren Transport von Medikamenten oder auch zur Aufbereitung von Wasser eingesetzt werden können. Künstliche Organellen funktionieren sogar, wenn sie in die Zellen eines Zebrafisches integriert werden. Elektronen in Graphen lassen sich auf einer vordefinierten Spur verlustfrei bewegen. «Blockkurse bieten Einblicke in das reale Forschungs- leben, an dem wir uns aktiv beteiligen können.» Gregory Zaugg, ehemaliger Student der Nanowissenschaften an der Universität Basel

20 Master Nachdem du im Bachelorstudium in viele verschiedene Bereiche und Arbeitsgrup- pen der Nanowissenschaften hineingeschnuppert hast, wird dir klar geworden sein, was dich am meisten interessiert und welche Themengebiete du im Masterstudium vertiefen möchtest. Aus den Bereichen Molekularbiologie, Medizinische Nanowis- senschaften, Chemie oder Physik wählst du ein Vertiefungsfach, in dem du dann am Ende deines Studiums eine Masterarbeit schreiben wirst. Vorher besuchst du auch weiterhin Vorlesungen aus den anderen Disziplinen, damit du die breite naturwis- senschaftliche und individuelle Ausbildung fortsetzen kannst. Im Masterstudium absolvierst du zwei praktische, zweimonatige Projektarbeiten in zwei verschiedenen Forschungsgebieten. Bei diesen Projektarbeiten lernst du selbst- ständig wissenschaftlich zu arbeiten. Aufbauvorlesungen und Seminare erweitern die theoretischen Kenntnisse in deinem Vertiefungsfach. Zahlreiche Studierende gehen für eine der Projektarbeiten an Partneruniversitäten im Ausland. Bei so einem Aufenthalt an Instituten wie dem MIT oder einer Universi- tät wie Harvard kannst du ganz andere Forschungskulturen kennen lernen, wertvol- le Erfahrungen sammeln und dein Netzwerk ausbauen. «Wir haben gelernt, wie die kleinsten Teile eine grosse Wirkung haben.» Mathias Claus, ehemaliger Student der Nanowissenschaften an der Universität Basel Die Arbeit an Hightech-Geräten gehört im Nanostudium dazu.

21 Mit der Masterarbeit in deinem Vertiefungsfach und einer Masterprüfung schliesst du dann das Studium mit dem «Master of Science in Nanosciences» ab. Die Master- arbeit dauert im allgemeinen sechs Monate. In dieser Zeit arbeitest du intensiv an ei- ner Fragestellung, die dann oft bereits zu einer wissenschaftlichen Veröffentlichung führt. Auch die Masterarbeit kannst du an einer anderen Universität oder in einem For- schungsinstitut absolvieren. Das Swiss Nanoscience Institute der Universität Basel leistet finanzielle Unterstützung und eine Professorin oder ein Professor der Univer- sität Basel wird dich betreuen. «Die Entscheidung für die neue Vertiefungsrichtung Medizinische Nanowissenschaften war für uns genau richtig und wie geniessen die vielfältigen Wahlmöglichkeiten.» Alexa Dani und Tamara Utzinger, ehemalige Studentinnen der Nanowissenschaften in Basel Tamara Utzinger, Michelle Arnet, Alexa Dani und Elaine Schneider waren froh, dass sie mit der neuen Vertiefungsrichtung Medizinische Nanowissenschaften Forschungsprojekte bearbeiten konnten, die nah an einer medizinischen Anwendung stehen.

22 Alles auf einmal – ist das nicht zu viel? Wenn du Nanowissenschaften als Studium gewählt hast, studierst du Biologie, Che- mie und Physik gleichzeitig. Aus allen drei Bereichen besuchst du jedoch nur die Vorlesungen, die für die Arbeit als Nanowissenschaftler oder Nanowissenschaftlerin relevant sind. Das Studium ist anspruchsvoll, aber sehr spannend und dynamisch. Du bekommst ein breites Wissen in allen Naturwissenschaften vermittelt. Es wird dir später leicht fallen, interdisziplinär zu arbeiten und mit Fachleuten in den unter- schiedlichen Gebieten zu kommunizieren. Dir werden Verbindungen zwischen den verschiedenen Disziplinen klar geworden sein, die Spezialistinnen und Spezialisten nicht sehen. «Ich habe nicht nur spannende Vorlesungen und Blockkurse gehabt, sondern auch die richtigen Leute kennengelernt, die mir geholfen haben, meinen Weg zu gehen. Dr. Sara Freund, ehemalige Studentin der Nanowissenschaften und heute Postdoc am Department for Biomedical Engineerring der Universität Basel Studierende der Nanowissenschaften lernen mit Rastersondenmikroskopen umzugehen und entdecken so auch die Schönheit und Faszination der Nanowelt.

23 Oben: Bauch einer Kopflaus, 3-D Darstellung eines Proteins in atomarer Auflösung Mitte: Schweizer Kreuz aus einzelnen Brom-Atomen auf einer Kochsalzoberfläche, Oberfläche eines Diamanten nach der Behandlung mit Plasma Unten: Teststruktur für medizinische Anwendungen, Nanowaage für einzelne Zellen
24 Und was kommt danach? Mit einem Abschluss in Nanowissenschaften hast du zahlreiche Möglichkeiten! Der Abschluss «Master of Science in Nanosciences» ermöglicht dir eine Doktorarbeit anzuschliessen. Die Doktorandenschule des Swiss Nanoscience Institutes ist eine Option ebenso wie andere Doktoratsprogramme an der Universität Basel oder auf der ganzen Welt. Du kannst in der Grundlagenforschung bleiben oder angewandte Forschung in der Industrie anstreben. Unternehmen in der Life Sciences Branche, der Medizinal- oder Messtechnik haben zum Beispiel in der Vergangenheit Absolventinnen und Absol- venten des Nanostudiengangs eingestellt. Ein paar Beispiele, wo ehemalige Nanostudierende jetzt arbeiten, findest du unter: https://nanoscience.unibas.ch/de/outreach/broschueren/. Mit dem Masterabschluss in Nanowissenschaften ist zudem eine Ausbildung für das Lehramt Sekundarstufe II möglich. Zahlreiche Ehemalige des Nanostudiums haben sich der Alumni-Organisation ange- schlossen und treffen sich weiterhin, um regelmässig in Kontakt zu bleiben und sich auszutauschen. «Das Studium der Nanowissenschaften war eine hervorragende Vorbereitung für meine späteren Aktivitäten und ich würde jederzeit wieder Nanowissenschaften studieren.» Dr. Natascha Kappeler, Spezialistin für medizinische Labordiagnostik bei SYNLAB Suisse.

25 Absolventinnen und Absolventen des Nanostudiums arbeiten in ganz unterschiedlichen Bereichen – zum Beispiel als Spezialistin (Natascha Kappeler, oben links) oder Gründer eines Start-ups (Mathias Wipf, oben rechts) auf dem Gebiet der medizinischen Labordiagnostik, als Applications Scientist bei einem Messgeräte-Technologie-Unternehmen (Heidi Potts, unten links) oder als Data Scientist bei einer Consulting-Firma (Julian Koechlin, unten rechts).
26 Warum gerade Basel? Basel ist die einzige Schweizer Hochschule, die einen Bachelor- und einen Masterstu- diengang in Nanowissenschaften anbietet. Hier bekommst du das nötige Handwerks- zeug für interdisziplinäre Nanoforschung vermittelt und baust dir ein Netzwerk auf. Die Universität Basel ist Sitz des Swiss Nanoscience Institutes. Dieses interdiszipli- näre Exzellenzzentrum für Nanowissenschaften und Nanotechnologie besitzt eine hervorragende Reputation weit über die Grenzen der Schweiz hinaus. Im Nanostudium in Basel herrscht eine familiäre Atmosphäre. Die Studentinnen und Studenten der Nanowissenschaften sind in einem Verein organisiert und unterstüt- zen sich gegenseitig, wo immer dies möglich ist. Die Beziehungen zu Professorin- nen, Professoren und Assistierenden sind persönlich und intensiv. Durch die Arbeit in ganz verschiedenen Forschungsgruppen lernst du schon im Studium eine grosse Zahl von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kennen. Die Universität Basel bietet neben einer exzellenten Infrastruktur auch ein vielfälti- ges Angebot an Sport- und Freizeitmöglichkeiten. «In Basel hat es einfach eine super Atmosphäre.» Mathias Claus, ehemaliger Student Nanowissenschaften an der Universität Basel

27 Basel ist international, kulturell enorm aktiv und bietet ein breites Freizeitangebot. Frankreich und Deutschland sind nur einen Katzensprung entfernt und erweitern die Möglichkeiten für Aktivitäten. Basel ist Standort globaler Chemie- und Pharmaunternehmen. Der Nachbarkanton Aargau engagiert sich stark in der Nanotechnologie und unterstützt das Swiss Nano- science Institute massgeblich. Zahlreiche Unternehmen in der Region bieten Mög- lichkeiten für Praktika, Projekt- und Masterarbeiten.
28 Ein Highlight in Basel ist jedes Jahr die traditionelle Basler Fasnacht, die am Mon- tagmorgen um 4 Uhr mit dem Morgenstraich beginnt und Basel für drei Tage in den Ausnahmezustand versetzt. Im Sommer lockt dann zum Beispiel das beeindruckende Feuerwerk zum National- feiertag, das internationale Flair der Stadt oder ein erfrischendes Bad im Rhein.

29 Überzeuge dich selbst, wie spannend das Nanostudium an der Universität Basel ist!
30 Weitere Informationen Auf unserer Webseite findest du weitere Informationen rund um das Studium: https://nanoscience.ch/de/studium/ Einige junge Absolventinnen und Absol- venten des Nanostudiums berichten über den von ihnen eingeschlagenen Berufs- weg und darüber, wie ihnen das Studium geholfen hat: https://youtu.be/Xrq4Em2CR3c Möchtest du durch die Nanowelt reisen? Dann bist du bei uns am richtigen Ort. Wir freuen uns dich kennenzulernen und dich auf deiner Reise zu unterstützen. In einem Video berichten einige Studieren- de über das Nanostudium und erzählen, was ihnen daran besonders gut gefällt: https://youtu.be/kzP-9Jtgx_4 Unter dem Stichwort Swiss Nanoscience Institute findest du mehr Informationen über das SNI, das vom Kanton Aargau und der Universität Basel gegründet wurde, und über die Ausbildung und Forschung am SNI: https://youtu.be/8-JXdaUcx7Y




31 Kontakt Studienberatung und Studienkoordination Klingenbergstrasse 80 4056 Basel Schweiz studienkoordination-nano@unibas.ch Dr. Anja Car Simone Chambers +41 (0)61 207 59 95 + 41 (0)61 207 37 98 Verein der Studierenden der Nanowissenschaften nano-stud@unibas.ch, Klingelbergstrasse 80, 4056 Basel https://fg-nanoverein.unibas.ch/de/start/
32 Bildnachweis: Titelbild: Michelle Arnet, Sofia Marcucci und Timon Baltisberger arbeiten zusammen in einem Labor am Departement Physik (F. Moritz) Seite 2: Timon Baltisberger bei Forschungsarbeiten zu seiner Masterarbeit am Biozentrum (SNI) Seite 5: Michelle Arnet und Sofia Marcucci am Departement Physik (F. Moritz), Sarah Müller und Nicolai Jung am Departement Chemie (SNI) Seite 6: ABC-Transporter Membran-Proteine, elektronenmikroskopische Aufnahme und 3D Modell (Biozentrum, Universität Basel) Seite 7: Ein einzelner Elektronenspin in einem Quantensensor reagiert auf das magnetische Feld eines dünnen Bismutferritfilms (Departement Physik, Universität Basel) Zwischen einem Propellan (unteres Molekül) und der mit Kohlenmonoxid funktiona- lisierten Spitze eines Rasterkraftmikroskops bildet sich eine Wasserstoffbrücke aus (Departement Physik, Universität Basel) Seite 8: Michelle Arnet, Sofia Marcucci und Timon Baltisberger beim Lernen (F. Moritz), Sarah Müller und Manual Kraus im Chemielabor (SNI) Seite 9: Nano-Studierende im Rheinpark (SNI) Seite 10: Die Masterfeier im Jahr 2021 (Universität Basel) Seite 11: Charlotte Kress vor der Osaka Prefecture University in Japan (C. Kress) Nadia Antoniadis im Labor am Departement Physik (SNI) Seite 13: Physik I Vorlesung von Professor Christian Schönenberger (SNI) Professor Martino Poggio im Gespräch mit Lukas Schneider am Departement Physik (SNI) Seite 16: Die Studierenden Claudia Mignani, Julian Koechlin und Christoph Küng beim Block- kurs im Nano Imaging Lab des SNI (SNI) Studierende beim «Small Talk» – der Konferenz über die Blockkurse (SNI) Seite 17: Studierende der Nanowissenschaften am Paul Scherrer Institut (Studierende Nano- wissenschaften) Alle Teilnehmer:innen der Small Talk-Konferenz im Jahr 2022 Seite 18: Shuttle-Proteine an der Kernpore funktionieren wie eine Drehtür (Immanuel Wagner/imma.tv) Die Schönheit von Schaumstoff (C. Mattle) Seite 19: Durch die Kombination eines elektrischen und eines magnetischen Felds bewegen sich die Elektronen in Graphen auf einer Schlangenlinie. (Departement Physik) Künstliche Organellen in den Fresszellen eines Zebrafisches, die durch eine Fluoreszenz- reaktion sichtbar gemacht wurden (Departement Pharmazeutische Wissenschaften) Seite 20: Arbeiten am Rasterkraftmikroskop am Departement Physik (SNI) Seite 21: Tamara Utzinger, Michelle Arnet, Alexa Dani und Elaine Schneider haben die neue Vertiefungsrichtung Medizinische Nanowissenschaften im Masterstudium gewählt. Seite 22 Einblick in ein Rastersondenmikroskop (S. Schröter) Seite 23: oben: Bauch einer Kopflaus (C. Mattle), 3D-Struktur von ASC Inflammasom (L. Sborgi, Biozentrum) Mitte: Auf einem Salzkristall wurden mithilfe eines Rasterkraftmikroskops einzel- ne Bromatome zu einem Kreuz angeordnet (Departement Physik), Oberfläche eines Diamanten nach der Behandlung mit Plasma (Departement Physik) unten: Teststruktur für medizinische Anwendungen (A. Stumpp, FHNW), Winziger Federbalken, der zur Bestimmung der Masse einzelner Zellen dient (SNI) Seite 25: Natascha Kappeler, Mathias Wipf, Heidi Potts, Julian Koechlin (SNI) Seite 27: Es gibt viele Freizeitaktivitäten im Raum Basel (SNI) Basel ist ein Zentrum für Life Sciences-Firmen (Basel Tourismus), das Hightech Zent- rum im Kanton Aargau berät Firmen bei nanotechnologischen Anwendungen (HTZ, Aargau) Seite 28: Basler Fasnacht, Rheinschwimmen (SNI) Seite 31: Anja Car und Simone Chambers sind die Ansprechpartnerinnen bei allen Fragen rund ums Studium (SNI)
Konzept und Text: A. Car und C. Möller Layout: C. Möller Korrektorat: Claudia Wirth Druck: Publikation Digital, Biel, Schweiz © Swiss Nanoscience Institute, August 2024
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