Nanokompartimente für enzymatische Reaktionen Nanostrukturen für bessere Implantate Wissenschaftler:innen aus unserem Netzwerk haben neuartige Forschende aus dem SNI-Netzwerk haben untersucht, wie na- Nanocluster entwickelt, die sich an der Art und Weise orientie- nostrukturierte Titanoberflächen (Ti2-Spikes) Zahnimplante ren, wie natürliche Zellen in Geweben interagieren. Diese in- verbessern können. Das interdisziplinäre Team untersuchte telligenten Cluster bestehen aus katalytischen Nanokomparti- dabei die Lebensfähigkeit von Osteoblasten und Fibroblasten menten (CNCs), die mit Enzymen beladen sind, die präzise an und kontrollierte, wie verschiedene Bakterienstämme die mo- Janus-Nanopartikeln (JNPs) befestigt sind. Sie werden durch difizierten Oberflächen besiedeln. programmierte DNA-Hybridisierung spezifisch zusammenge- Originalpublikation: https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/jbm.a.37768 setzt. Die einzigartige Asymmetrie der Janus-Nanopartikel sorgt Video: https://youtu.be/9yRkvlNvL2w dafür, dass die CNCs auf spezifischen Lappen der Janus-Nano- partikel angeordnet werden. Die Cluster bieten einen begrenz- ten Raum für verschiedene Arten von enzymatischen Reaktio- nen und leiten deren Richtung ein. Diese neue Technologie bietet ein leistungsfähiges Werkzeug für die Entwicklung in- telligenter Materialien mit präziser zeitlicher und räumlicher Steuerung der Reaktionen auf der Nanoskala, die in verschie- denen Bereichen wie der Medizin und Biotechnologie benötigt werden. Originalpublikation: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/ S1369702124001858?via%3Dihub Nanostrukturierte Titanoberflächen können das Wachstum von Bakterien be- einflussen und einen Einfluss auf die Lebensfähigkeit von Osteoblasten und Fibroblasten haben. (Bild: Departement Physik, Universität Basel) Synthetische Zellen ahmen natürliche Zellkommunikation nach Einem Forschungsteam der Universität Basel ist es gelungen, einfache, umweltsensitive Zellen mitsamt Zellorganellen syn- thetisch zu erzeugen. Erstmals konnten sie mit diesen Proto- zellen auch die natürliche Kommunikation zwischen Zellen Elektronenmikroskopische Aufnahme von Nanoclustern, deren Struktur so nachahmen – nach dem Vorbild von Lichtsinneszellen im Auge. modelliert ist, dass sie die Interaktionen natürlicher Zellen in Geweben nach- Sie eröffnen damit neue Möglichkeiten für die Grundlagenfor- ahmt. (Bild: Departement für Chemie, Universität Basel) schung und Anwendungen in der Medizin. Originalpublikation: https://doi.org/10.1002/adma.202413981 Schematische Darstellung der synthetischen Zellkommunikation (Illustrati- on: Olivia Fischer, Universität Basel) SNI-Jahresbericht 2024 27

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