Jörg Huwyler – Geniesst besonders die Zusammenarbeit mit Kolleg:innen aus anderen Disziplinen Ich leite am Departement Pharmazeutische Wissenschaften die Abteilung für Pharmazeutische Technologie und beschäf- tige mich zusammen mit meiner Forschungsgruppe mit der Freisetzung von pharmazeutischen Wirkstoffen und dem ge- zieltem Wirkstofftransport unter Verwendung verschiedener Trägersysteme. Im SNI bin ich als Vorsitzender der Unterrichtskommis- sion für die Weiterentwicklung und Qualitätssicherung des Studiengangs Nanowissenschaften verantwortlich. Ich arbeite dabei eng mit der Studienkoordination zusammen, insbeson- dere bei der Überprüfung von Reglementen und Richtlinien, der Beratung und Entscheidungsfindung in Härtefällen sowie bei weiteren administrativen Aufgaben wie der Anrechnung von Kreditpunkten oder der Genehmigung von Learning Con- tracts. Was ist dein beruflicher Hintergrund? Nach meinem Doktorat in Biochemie am Biozentrum der Uni- versität Basel habe ich im Rahmen von Forschungsprojekten am Universitätsspital Basel und an der Universität von Kali- fornien in Los Angeles (UCLA) gearbeitet. In dieser Zeit habe ich mich mit der Frage beschäftigt, wie Medikamente über die Blut-Hirn Schranke in das Zentralnervensystem transport wer- den und wie man diese Prozesse beeinflussen kann. Während der anschliessenden Zeit in der Pharmaforschung bei der Firma F. Hoffmann-La Roche konnte ich dieses Wissen als Phar- makokinetiker bei der Entwicklung von Medikamenten an- wenden. Ich habe mich 2003 an der Universität Basel in Phar- mazie habilitiert und 2010 einen Ruf an die Unversität Basel angenommen. Hier arbeitet mein Team an Trägersystemen für Wirkstoffe. Dies sind zum einen Mikrokapseln, die mit Wirkstoffen beladen werden und die sich zu Tabletten verar- beiten lassen – wovon Kinder im Kinderspital Basel bereits profitieren. In meinem zweiten Forschungsschwerpunkt er- forschen wir Lipid-Nanopartikel für die Gentherapie. Was treibt dich in deinem Job an? Es gibt viele Dinge bei meiner Arbeit, die mich interessieren und mir Spass machen. Besonders geniesse ich die Zusammen- arbeit mit Kolleg:innen anderer Disziplinen und auch von an- deren Universitäten, z.B. Kopenhagen oder Toyama (Japan). So bin ich beispielsweise an einer Stiftung beteiligt, mit der wir Studierende unterstützen, eine Masterarbeit in Toyama zu ab- solvieren. Ich lese dann deren schöne Berichte, schaue die Fo- tos an und bin ein kleines bisschen eifersüchtig ;-). In meiner Freizeit bin ich gerne in und am Wasser – sei es im Ruderboot auf dem Rhein oder beim Segeln. Fun Facts Kaffee oder Tee? Tee Hund oder Katze? Hund und Katze Frühaufsteher oder Nachteule? Frühaufsteher Lieblingsort? Mit Freunden im Schwarzwald Lieblingsessen? Plov Letztes Urlaubsziel? Kopenhagen, Besuch eines Freundes an der Universität Geheime Sehnsucht? Fliegen «Jedes Jahr freuen sich das SNI-Managementteam und ich schon sehr auf Jörgs Ansprache bei unserer Master-Abschlussfeier. Seine Geschichten sind stets inspirierend und vermitteln den Absolvent:innen die wichtige Weisheit für ihren weiteren Lebensweg.» Martino Poggio über die Super-Power von Jörg Huwyler 36 SNI INSight Juni 2026
SNI Insight - Juni 2026 Page 35 Page 37