sowie durch den Einsatz neuer pilz- und klimaresis- tenter Rebsorten gesichert werden kann. Alle Anwesenden hat die abschliessende Verkos- tung von PIWI-Weinen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz auf jeden Fall davon überzeugt, dass PIWI-Weine nicht nur für Pilzwiderstandsfähigkeit, Klimaresilienz und Nachhaltigkeit stehen, sondern auch geschmacklich auf ganzer Linie überzeugen können! WiVitis – Neue Strategien für widerstands- fähige Reben im Zeichen des Klimawandels An dem trinationalen Forschungs- und Innovationsprojekt Wi- Vitis sind zahlreiche Partner aus Forschung und Praxis aus der Schweiz, Frankreich und Deutschland beteiligt. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, wissenschaftliche Grundlagen zu liefern, um den Weinbau im Oberrheingebiet an die Herausforderun- gen des Klimawandels nachhaltig anzupassen und wettbe- werbsfähiger zu machen. Daneben werden im Rahmen des Projekts Massnahmen direkt in die Praxis übertragen und die Kommunikation mit verschiedenen Stakeholdern intensiviert. Steigende Temperaturen und extreme Wetterereignisse wie Trockenheit, Starkregen sowie erhöhte UV-Strahlung schädi- gen die Reben selbst und erhöhen zusätzlich die Gefahr von Infektionen der Pflanzen. Die Beerenhaut besitzt als physika- lische Schutzbarriere dabei eine wichtige Schutzfunktion und stand daher im Fokus von WiVitis. Zudem haben die For- schende standortübergreifend und unter unterschiedlichen Umweltbedingungen verschiedene Rebsorten untersucht, um besser zu verstehen, wie sie auf Stressfaktoren wie Hitze oder Starkregen reagieren. Im Fokus stand dabei der Vergleich von einigen klassischen mit klimaangepassten, pilzresistenten Reb- sorten, sogenannte PIWI-Sorten. Das Projekt WiVitis wurde im Rahmen des Interreg-Ober- rhein-Programms von Mai 2023 bis April 2026 durchgeführt. Projektpartner waren: Julius Kühn-Institut (JKI) in Siebeldin- gen, Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum Rheinpfalz, For- schungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL), INRAE Grand Est, Staatliches Weinbauinstitut Freiburg (WBI) und Nano Ima- ging Lab, SNI Universität Basel. KliWiReSSE – Klima-widerstandsfähige Rebsorten zur Sicherung des Ertrags Auch das Projekt KliWiReSSE war ein trinationales Interreg- Projekt am Oberrhein. Es hatte einen stärkeren Fokus auf ge- netische und physiologische Grundlagen der Klimaresilienz von Reben und lieferte wissenschaftliche Grundlagen für die nächste Generation klimaangepasster Rebsorten. Ein zentraler Ansatz des Projekts war die Identifikation genetischer Faktoren, die Reben widerstandsfähiger machen gegenüber Faktoren wie Hitze, Trockenheit und UV-Stress. Dazu haben die Forschenden zahlreicher Partnerinstitutionen die besser angepassten Wildreben sowie verschiedene Kultur- rebsorten auf ihre Klimaresilienz hin untersucht, um entspre- chende Gene zu identifizieren und diese in der Züchtung von neuen, klimaresistenten Sorten einzukreuzen. Neben der klas- sischen Züchtungsforschung entwickelte KliWiReSSE auch neue Methoden, um Klimaresilienz messbar zu machen und so die Züchtung zu beschleunigen. Das Projekt lief von 2022 bis 2025 und wurde vom Karlsru- her Institut für Technologie koordiniert mit Partnern aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Die Sprecher:innen und Moderator:innen des Abschlusssympo- siums von WiVitis und KliwiReSSE lieferten wertvolle Einblicke in ihre Arbeit rund um die Zukunft des Weinbaus am Oberrhein. Von links nach rechts vorderste Reihe: Roland Lenz, Ernst Wein- mann, Holger Klein. Hintere Reihe: Peter Nick, Marcus Wyss, Linnéa Hauenstein, Katja Herzog 21 SNI INSight Juni 2026
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