hilfe der Impedanzmessung die elektri- schen Eigenschaften ermittelt, die Bee- renhautfestigkeit bestimmt und anhand rasterelektronenmikroskopischer Auf- nahmen (Kryo-REM) die Strukturen der Wachsschicht untersucht. Die Kryo-REM Analysen, die vom Nano Imaging Lab des SNI durchgeführt wurden, haben sich als neues Beurteilungskriterium etabliert, da sie einen Hinweis auf die Robustheit der Beeren liefern. Interessanterweise führen bestimmte Pflanzenschutzmittel zur Ver- änderung der Wachse auf der Beerenhaut und verändern auf diese Art und Weise die Widerstandsfähigkeit der Beeren. In fast allen Kategorien waren die ge- testeten PIWI-Sorten den untersuchten traditionellen Sorten überlegen. «Wir sind jetzt noch dabei, alle Erkenntnisse für die untersuchten PIWI-Rebsorten in Portraits zusammenzufassen, sodass klarer er- sichtlich ist, welche Rebsorte für welche Bedingungen am geeignetsten ist» schliesst Katja Herzog ihren Vortrag. Genetische und physiologische Grundlagen von Resilienz Auch in dem Projekt KliWiReSSE ging es um die Zukunft des Weinbaus am Ober- rhein. Jedoch lag hier der Fokus mehr auf den genetischen und physiologischen Grundlagen der Klimaresilienz verschie- dener Rebsorten. Prof. Dr. Peter Nick, Koordinator des Projekts vom Karlsruher Institut für Tech- nologie (KIT), gab in seinem Vortrag einen Einblick, wie sich mithilfe von neuge- züchteten klimaresistenten Weinsorten die anstehenden Herausforderungen meistern lassen. Gezielte Züchtung Die Analyse von Gen-Datenbanken der Wildrebe – die Stammmutter unserer Kul- turreben – liefern dabei Hinweise auf Gene, die mit Resistenzen und Wider- standsfähigkeit korrelieren. Unterstüt- zend arbeiten die Forschenden auch da- ran neue Methoden zur Klimaresilienz zu entwickeln. Dazu haben sie eine Vielzahl von Stressmarker identifiziert, welche die Züchtung beschleunigen und präziser machen sollen. Ein weiterer, bisher noch recht wenig untersuchter Aspekt ist der Boden, wie Peter Nick ausführt. Er bietet die Grund- lage für das Wachstum der Rebe und ist Lebensraum für eine Vielzahl von Bakte- rien – die wiederum mit den Rebpflanzen interagieren. «Versuche mit «terra preta» – ein besonders fruchtbarer, vom Men- Katja Herzog fasste Ergebnisse des trinationalen Projekts WiVitis anschaulich zusammen. Peter Nick erläuterte, wie das Genom der Wildrebe helfen kann, neue klimaresistente Rebsorten zu züchten. 19 SNI INSight Juni 2026

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